Sfera Rossa klingt ein bisschen nach Ferrari oder Kaffeebars. Was nach der ersten Assoziation ja auch ganz gut zu Davos passen würde. Die
Sfera Rossa, von der diese Geschichte handelt, gehört aber weniger in den
weltlichen als in den geistigen Bereich.
Genauer betrachtet ...
... liegt sie genau an der Schnittstelle zwischen den beiden Bereichen.
Sfera, ist das italienische Wort für die Kugel (die Sphäre, der Wirkungskreis).
Rossa heisst rot, das wissen wir bereits vom Ferrari. Die rote Kugel, von welcher
hier die Rede ist, besteht aus Steingutton und ist handgemacht. Ein edles Gefäss
mit einem schwarzen Deckel.
Wer jetzt an Design denkt liegt völlig
richtig. Die Sfera Rossa ist Bestandteil der cosmicball collection – einer
kunstvollen, schweizerischen Urnenkollektion, deren Konzeption und erste
Modelle 1998 von Thomas Schär kreiert
und im Laufe der Jahre weiterentwickelt wurden. Eine Urne also. Und so schön,
dass man sie sich am liebsten ins Wohnzimmer stellen würde. Warum auch nicht? Die Urnen aus der
"cosmicball collection" zeichnen sich alle durch eine reduzierte,
zeitlose und moderne Form- und Farbensprache aus und werden aus wertvollen
Materialien in Kleinserien in der Schweiz handgefertigt.
Doch kommen wir wieder zur Sfera Rossa zurück und dazu, wie sie nach Davos kam.
Jedes Jahr, immer wieder im Januar, tagt in den Schweizer
Bergen in Davos das WEF World Economic Forum. Das internationale Forum
existiert mittlerweile 38 Jahre. Seit gut 5 Jahren gibt es über den Berg in
Arosa ein anderes internationales Forum: das WSF World Spirit Forum. 2003von dem
Luzerner Entrepreneur Sesto Castagnoli ins Leben gerufen, soll das WSF Forum
ergänzend zum Weltwirtschaftsforum in Davos einen Ort bieten, an dem im
internationalen Austausch darüber nachgedacht wird, wie die wirtschaftliche
Globalisierung geistig-spirituell unterstützt und gestaltet werden kann.
Das 5. WSF World Spirit Forum ging im Januar 2008 in Arosa mit Segenswünschen und einem Grusswort an die Teilnehmer
des Weltwirtschaftsforums in Davos zu Ende. In ihrer Botschaft versicherten die
Mitwirkenden des WSF dem Weltwirtschaftsforum ihre Verbundenheit.
Es sei ihr Anliegen, den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft Weisheit zu
wünschen und angesichts der aktuellen Turbulenzen der internationalen
Finanzmärkte und den Herausforderungen des globalen Klimawandels ihre geistige
Unterstützung zu bekunden, hiess es in dem Grusswort. Das ausserordentliche
Wissen der Menschheit müsse mit der Wahrnehmung des Herzens verbunden werden,
um die Globalisierung auf eine gedeihliche Weise zu gestalten.
Diese
Botschaft wurde gemeinsam mit einem Geschenk für das WEF 2008 und alle
Teilnehmer an dessen Initiator Klaus Schwab gesandt. Ein Bestandteil des
Geschenks war – Sie ahnen es längst – die Sfera Rossa. Eine Urne für das WEF?
Das klingt nach einer Unverschämtheit. Was war in der Urne?
Eines der Rituale mit dem das World Spirit Forum 2008 eröffnet wurde, war den
Mitgliedern des WSF Teams vorbehalten. In einem „Zwischenraum“ – der der
Meditation und Stille an diesen Tagen diente – und dennoch dicht beim Geschehen
des Forums lag, wurde achtsam eine Spirale aus Sand gegossen. Der dafür
verwendete Sand befand sich in der Sfera Rossa.
In den
darauf folgenden Tagen reicherte der Sand sich mit der ganz speziellen Energie
der WSF Forumstage an. Am letzten Forumstag, der traditionell immer der erste
Tag des WEF Forums ist, wurde nach einer viertelstündigen Meditation für das World
Economic Forum der energetisierte Sand vom WSF Team wieder in die Sfera Rossa
gefüllt.
Versehen mit der Grußbotschaft wurde das Gefäss alsbald
mit Kurier ins Kongresshotel des WEF nach Davos geliefert, adressiert an Klaus
Schwab persönlich. „ … Wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Gruss in diesem
Sinne verstehen und das Gefäss für die Dauer des WEF an einem Ihrer Ansicht
nach geeigneten Ort aufstellen würden …“, so stand es im Begleitbrief.
Das ist also die Geschichte, wie die Sfera Rosa nach Davos kam. Wo sie dort
gelandet ist, und wo sie heute steht? Das ist eine andere Geschichte. WSF
Präsident Sesto G. Castagnoli und sein Team warten immer noch auf eine
Nachricht, ob die Botschaft angekommen ist.
Frage
an Thomas Schär:
Wie ist diese Idee, „energetisierte Sandgrüsse“ in einer deiner Urnen ans WEF
zu senden, bei dir angekommen?
Thomas Schär:
Diese Idee mit hohem Symbolgehalt war mir von Anfang an sympathisch, da sie den
ganzheitlichen Ansatz von Urne.ch in einem einfachen Ritual aufgreift und
nachhaltig zum Ausdruck bringt. Ich denke, dass das Sichtbarmachen und das
Bewusstwerden über die Vergänglichkeit von Zustandsformen und unserem Dasein
eine Chance darstellt, den Moment, das
Hier und Jetzt bewusster wahrzunehmen und auch zu geniessen.
Gerne können Sie diese Story als PDF (mit Bildern) an interessierte Freunde und Bekannte senden.
Bericht:
Gabriele Castagnoli, communication@worldspiritforum.org
Urne.ch
Die "cosmicball collection" ist
eine kunstvoll gefertigte, mit Ausblick in die Zukunft gestaltete Urnen Kollektion.
Im Moment des Abschiedes symbolisiert die Urne eine letzte Hülle des verstorbenen Menschen und hinterlässt
einen starken Eindruck. Auch wenn die Asche an einem besonderen Ort ausgestreut
wird, kann die Urne helfen, die Erinnerung an einen Menschen wach zu halten. „Aus
diesem Grunde möchten wir ermöglichen, dass die Urne zu einem sehr persönlichen
und individuellen Erinnerungsstück werden kann.“
Thomas
Schär
Thomas Schär, geboren 1966 auf Borneo,
wuchs in Kamerun auf. Lebt seit 1998 in Zürich und gründete 1998 URNE.CH. Er
bezeichnet sich als Director und Producer und beschäftigt sich unter anderem
mit zeitgemässen Bestattungsformen. Ausserdem lancierte er mass-massenware,
emotional productions, virtueller Bundesplatz sowie den virtuellen Letzigrund.
Er erhielt diverse Designer-Preise. Neustes Projekt – in Vorbereitung:
burntoashes.com.
Mehr
Infos:
www.urne.ch , www.cosmicball.ch |